Fasten

 

„Glaube nie, wenn dir etwas schwer erscheint, dass es dir nicht möglich sei, es zu meistern! Wenn etwas irgendeinem Menschen möglich war, dann ist es auch für dich erreichbar. Wage dich deshalb mutig an die Dinge, an deren Durchführbarkeit du anfangs zweifelst, und vertraue auf die Überlegenheit der inneren Kraft über die äußeren Dinge und Umstände!“ Seneca

 

Anregungen zum Fasten: mich neu spüren, mich neu erfahren, meine Grenzen erkennen, auf meine Durchhaltekraft stolz sein, mich auf mein Leben anders einlassen, mit entleerten Speichern, mit gewonnener Fassungskraft, mit viel Freiraum für Neues, mit der Hinwendung und dem Vertrauen zu mir selbst

 

Fasten ist der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung für einen bestimmten Zeitraum, womit ein Selbstreinigungsprozess von Körper, Geist und Seele beginnt. Das Leben aus körpereigenen Depots, der Körper gibt nur das her, was nicht lebenswichtig ist, ist Fasten; weglassen, was nicht lebensnotwendig ist, z.B. Fernsehen, überflüssige Aktivitäten. Nichts essen, nur trinken, die Ausscheidungen fördern, deine Lungen mit guter Luft säubern, Bewegungen im Wald macht Fasten aus. Dich vom Alltag lösen, deine eigenen Bedürfnisse erkennen und erleben, Lebensgewohnheiten ändern, ist im Fasten möglich.

 

Auf körperlicher Ebene bewirkt das Fasten: 

Entlastung und Entleerung überfüllter Speicher; Entgiftung und Entsäuerung des Organismus über Darm, Leber, Niere, Haut, Lunge; Verbesserung der Funktion des Verdauungsapparats; Unterstützung des Immunsystems; Aktivierung der Selbstheilungskräfte (Innere Heilerin); Neuorientierung/ Regulierung der Körperfunktionen, z.B. Bluthochdruck, Cholesterinwerte, Blutzuckerwerte, Knochendichte, etc.. Es findet eine Regeneration in allen Körperzellen statt.

  

Auf geistiger und seelischer Ebene kann die Fastenzeit eine bedeutende Erfahrung sein. Hier möchte ich anmerken, dass es für die Erstfasterin sicherlich von Vorteil ist, in Gemeinschaft und mit Betreuung durch eine Fastentrainerin zu beginnen. Es ist eine besondere Situation, der man sich freiwillig stellt, die eine vollkommene Veränderung zu dem Gewohnten darstellt. Während im normalen Alltag das Essen eine wichtige bis sehr wichtige Rolle einnimmt, gibt es das «Essen» beim Fasten nur noch in sehr reduzierter und abgewandelter Form. Die Nahrungsaufnahme ist für viele so selbstverständlich, so unbewusst, aber auch so sehr wichtig, dass ein Verzicht für fast unmöglich gehalten wird. Fasten mit Betreuung in der Gruppe erleichtert den Einstieg enorm und stabilisiert, wenn es erforderlich ist, das körperliche und seelische Befinden.

 

Auf körperlicher als auch auf geistiger und seelischer Ebene können alte Gewohnheiten reflektiert werden. Worin sehe ich meine wirklichen Bedürfnisse? In welche Richtung möchte ich mein Leben neu und ganzheitlich orientieren, um mein gesundheitliches Wohlbefinden langfristig zu stabilisieren?

 

Es finden Los-Lösungen statt. Dort, wo sich etwas löst und gehen darf, entsteht Raum für Neues. Dieses Neue darf herzlich eingeladen werden. Denn, wir sind ständig in Veränderung, Alles ist unbeständig. In jeder Sekunde bauen sich in unserem Körper tausende Zellen ab, sie sterben und gleichzeitig entstehen neue. In jedem Augenblick ein Neubeginn. Dazu lade ich dich in deiner Verbindung mit dir herzlich ein. Erkenne die Möglichkeiten, die da sind.

  

 

Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.“   Mahatma Gandhi

 

Der Fastenablauf

Mein Fastenangebot nach Dr. Buchinger /Dr. Lützner umfasst zwei bis drei Entlastungstage, in denen sich Körper, Geist und Seele mit entsprechender Ernährungsanpassung auf die kommenden fünf reinen Fastentage vorbereiten. In den Fastentagen wird nichts gegessen, viel getrunken und zwar gutes (Quell-) Wasser, Kräutertees, frischgepresste Obst-und Gemüsesäfte und Gemüseabsude. Eine Darmreinigung leitet das Fasten ein. Während dieser Zeit müssen Darmreinigungen, Leberwickel und andere Maßnahmen erfolgen, damit das Fasten angenehm und erfolgreich sein kann. Das Fasten-Abbrechen erfolgt mit dem Apfel- oder Karottenfrühstück am sechsten Tag. Danach beginnt der langsame Aufbau der Aktivitäten des Verdauungsapparats, der mit gezieltem Nahrungsangebot wieder an seinen normalen Arbeits-Zustand herangeführt wird. Es sollten hierzu mindestens 2 Tage eingeplant werden, es dürfen auch mehr sein.

  

„Jeder Dumme kann Fasten, aber nur ein Weiser kann das Fasten richtig brechen.“ G.B. Show

 

Eine Nachwirkung des Fastens kann das Überdenken von Ernährungsverhalten, einem NEU-Erlernen von Essen und Genießen sein. Eine gesunde- und Vollwerternährung, abwechslungsreich und vielseitig mit natürlichen, wenig be- und verarbeiteten Lebensmitteln aus ökologischer Landwirtschaft, gentechnikfrei, mit regionalem und Saison entsprechendem Gemüse und Obst durch schonende Zubereitung angerichtet, um die essentiellen Inhaltsstoffe weitgehend zu erhalten, scheint mir eine gute Grundlage zu sein, meinen Körper nahrhaft und nachhaltig gut zu versorgen.

  

Hab acht auf Deinen inwendigen Garten… Und höre auf Dich selbst, damit du auch das zu erlernen vermagst, was Dich niemand lehren kann und worüber sich ein jeglicher verwundern muss.“  Paracelsus

 

 

 Angebote zu Fastenkursen findest du unter Aktuelles.